Wichtiger Tipp für Investoren 

Verringert sich der Wert einer Unternehmensbeteiligung durch eine neue Finanzierungsrunde, ist das eine Verwässerung. Investoren können ihre Beteiligung mittels Verwässerungsschutzklauseln davor schützen. Solche Klauseln können diese Bewertungen im Nachhinein mithilfe unterschiedlicher Berechnungsmethoden korrigieren und Investoren schützen.

Private Equity- und Venture Capital-Investoren möchten einen Wertverlust ihrer Unternehmensbeteiligung durch eine Folgefinanzierung vermeiden. Eine Folgefinanzierung kann dazu führen, dass ein neuer Investor für dieselbe Investitionssumme eine vergleichbar höhere Beteiligung erhält als der bestehende Private Equity- oder Venture Capital-Investor.

Zum Beispiel könnte die Jury der Fernsehsendung 2 Minuten 2 Millionen einen Betrag von 100.000 Euro in ein Unternehmen investieren und dadurch eine Beteiligung von 10 Prozent an dem Unternehmen erwerben. Würde in einer späteren Investmentrunde ein Investor für nur 50.000 Euro eine gleich hohe Beteiligung in Höhe von 10 Prozent bekommen, so wäre die Beteiligung aus der Sendung 2 Minuten 2 Millionen verwässert. Um vor einer derartigen Verwässerung zu schützen, können Investoren  eine Verwässerungsschutzklausel in den Beteiligungsvertrag aufnehmen.

Damit diese Klauseln für die Gründer des Unternehmens attraktiver werden, können die Investoren oder Gründer sie als Pay-to-Play-Klauseln ausgestalten. Dadurch dürfen Investoren ihr Recht aus dem Verwässerungsschutz erst dann aufgreifen, wenn sie in der neuen Finanzierungsrunde selbst investieren und damit noch einmal Geld in die Gesellschaft einbringen.