E-Sports auf dem Weg aus der Grauzone

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Corona ändert alles. Auch der Markt rund um E-Sports bleibt von der Corona-Krise nicht unberührt. Es gibt aber einige Gründe, weshalb E-Sports in Zukunft noch mehr in den Fokus der Aufmerksamkeit rückt und sogar gestärkt aus der Krise hervorgehen kann.

Noch sind Sportereignisse weitestgehend on hold. Die Bundesliga pausiert, es finden keine Tennisturniere und keine Radrennen statt. Die Aufmerksamkeit liegt auf E-Sports, das immer relevanter wird – für alle Marktteilnehmer und damit auch für den Gesetzgeber. Ein Beispiel dafür ist die Wettbranche. Ohne Sportereignisse keine Sportwetten. Zwar trotzt die weißrussische Fußballliga dem allgemeinen Corona-Spielstopp. Bis aber Geisterspiele starten, verzeichnen Sportwettanbieter signifikante Umsatzeinbußen. Wetten auf E-Sports, insbesondere professionell ausgetragene Wettkämpfe von Videospielen, wie FIFA, League of Legends oder CS:GO, gewinnen an Bedeutung. Zahlreiche Fußballclubs und Ligen organisieren E-Sports Wettbewerbe, zB eine virtuelle Bundesliga. E-Sports hat weltweit Millionen Fans, Tendenz steigend, und wird damit auch für die Medien- und Werbebranche immer interessanter.

Vielerorts noch keine Legaldefinition von Sport

Wenngleich der Name anderes vermuten lässt, ist E-Sports in vielen Ländern, wie Österreich oder Deutschland, nicht offiziell als Sport anerkannt und rechtlich somit in einer Grauzone. Gelten Sportförderungen und steuerliche Vorteile auch für E-Sports? Gelten Wetten auf E-Sports als Sportwetten? Es gibt keine Legaldefinition des Begriffs Sport.

Gesetze stellen meist darauf ab, dass Sport eine körperliche Betätigung voraussetzt. Eine gewisse Übung und körperliche Fähigkeit sind E-Sports nur schwer abzusprechen. Professionelle E-Sports-Athleten bringen es auf über 400 Tastaturanschläge pro Minute. Das Internationale Olympische Komitee hält die körperliche Betätigung im professionellen E-Sport für vergleichbar mit jener in klassischen Sportarten. Dennoch sei es verfrüht, über E-Sports als olympische Disziplin zu diskutieren. Im deutschen Koalitionspakt steht seit 2018, dass E-Sports als Sport anerkannt werden soll. Und doch hat sich bislang nur wenig bewegt.

Mit steigender Bedeutung im Markt steigt auch der Druck

Mit steigender Bekanntheit und Akzeptanz ist E-Sports nicht nur ein Massenphänomen, sondern auch ein Wirtschaftsfaktor. Somit steigt nicht nur die Relevanz im Markt, sondern auch der Druck auf die Politik, E-Sports näher unter die Lupe zu nehmen und entweder in ein bestehendes rechtliches Gefüge einzuordnen oder eigens zu regulieren.

Wir helfen Ihnen dabei, Ihr Projekt zum Thema E-Sports sowohl in der jetzigen Grauzone als auch auf dem Weg in die regulatorische Zukunft juristisch sicher zu navigieren. Mit unserer internationalen Expertise in der regulatorischen Beratung zu Gaming, Betting & Entertainment sind wir Ihr Ansprechpartner zum Thema E-Sports. – Nicholas Aquilina